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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Rhythmus schreibt man mit Rh am Anfang, th in der Mitte und y als zweitem Buchstaben: R-h-y-t-h-m-u-s. Andere Schreibweisen wie Rythmus, Rhytmus oder Rytmus sind falsch. Die ungewöhnliche Form stammt aus dem Griechischen, wo das Wort „das Fließen“ bedeutet.
Das Wichtigste in Kürze
- Einzig richtig: Rhythmus.
- Zwei h: eins nach dem R, eins nach dem t.
- Plural: die Rhythmen.
- Herkunft: griechisch rhythmós über lateinisch rhythmus.
Die richtige Schreibweise von Rhythmus
Das Wort hat acht Buchstaben und drei Stolperstellen. Wer sie kennt, schreibt es sicher.
| Stelle | Richtig | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Anfang | Rh | R ohne h |
| Vokal | y | i oder ü |
| Mitte | th | t ohne h |
| Ende | -mus | -muß oder -muss |
Die richtige Worttrennung lautet Rhyth-mus. Das th bleibt dabei zusammen, weil es für einen einzigen Laut steht.
Kurzantwort: Richtig ist nur „Rhythmus“, mit h nach dem R, y als Vokal und h nach dem t.
Typische Falschschreibungen
Beim Schreiben nach Gehör fallen die stummen h gern weg. Diese Varianten tauchen besonders oft auf:
- Rythmus: Das erste h fehlt.
- Rhytmus: Das zweite h fehlt.
- Rytmus: Beide h fehlen.
- Rhythmuss oder Rhythmuß: Das Ende ist falsch, richtig ist ein einfaches s.
- Rhitmus oder Rüthmus: Der Vokal ist falsch, richtig ist y.
Der Grund für die vielen Varianten ist einfach. Im Deutschen hört man keines der beiden h. Beim schnellen Tippen im Chat oder in der Prüfung verschwinden sie deshalb leicht. Besonders häufig trifft es das h nach dem t, weil das Wort dort ohnehin viele Konsonanten hintereinander hat. Ein kurzer Blick auf die Merkformel vor dem Absenden spart den Fehler.
Rechtschreibprogramme erkennen diese Fehler zuverlässig. Eine Übersicht über Hilfsmittel bietet der Beitrag zur Rechtschreibprüfung online.
Woher das Wort kommt
Rhythmus stammt aus dem Griechischen. Das Wort rhythmós bedeutet „Strömen“ oder „das Fließen“ und geht auf das Verb rhein (fließen) zurück. Über das Lateinische kam es im 17. Jahrhundert ins Deutsche.
Die griechische Herkunft verraten drei Merkmale: das rh, das th und das y. Laut Duden ist Rhythmus deshalb mit Wörtern wie Rheuma und Katarrh verwandt. Auch dort steckt die Idee des Fließens.
Merkhilfe für Rhythmus
Die bekannteste Eselsbrücke teilt das Wort in drei Blöcke: Rh + yth + mus. Wer sich „zwei h, ein y“ merkt, hat die Stolperstellen im Griff.
Eine zweite Hilfe sind verwandte Fremdwörter mit denselben Buchstabengruppen:
- rh: Rhabarber, Rhetorik, Rheuma, Rhombus
- th: Theater, Thema, Mathematik, Methode
- y: Physik, Typ, System, Gymnasium
Wer weiß, dass ein Wort aus dem Griechischen kommt, rechnet eher mit solchen Schreibungen. Die Grundregeln dazu stehen im Überblick zu den Regeln der Rechtschreibung.
Kurzantwort: Die Merkformel lautet Rh + yth + mus. Zwei h und ein y machen das Wort komplett.
Rhythmus und Algorithmus im Vergleich
Der Duden stellt Rhythmus in einem eigenen Ratgeber neben Algorithmus. Beide Wörter enden auf -thmus und werden oft verwechselt. Ihre Geschichte ist aber verschieden.
- Rhythmus ist ein echtes griechisches Erbwort. Das th stammt direkt aus dem griechischen Original.
- Algorithmus geht auf den Namen des arabischen Mathematikers al-Hwarizmi aus dem 9. Jahrhundert zurück. Im Mittellatein hieß das Wort algorismus.
Später verbanden Schreiber Algorithmus mit dem griechischen arithmós, „Zahl“. So kam das th in das Wort. Laut Duden gilt diese Schreibung seit dem 16. Jahrhundert. Für die Rechtschreibung heißt das: Beide Wörter bekommen ein th, aber nur Rhythmus hat zusätzlich rh und y.
Aussprache von Rhythmus
Im Deutschen spricht man das Wort wie „Rütmus“. Das h nach dem R und das h nach dem t sind stumm. Das y klingt wie ein kurzes ü. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe.
Genau diese Lücke zwischen Klang und Schrift führt zu den typischen Fehlern. Wer nach Gehör schreibt, landet schnell bei Rütmus oder Rytmus. Bei Fremdwörtern lohnt deshalb ein Blick auf die Herkunft.
Beispielsätze mit Rhythmus
- Das Baby hat seinen eigenen Rhythmus beim Schlafen gefunden.
- Der Schlagzeuger hält den Rhythmus der ganzen Band.
- Nach dem Urlaub fällt es schwer, in den alten Rhythmus zurückzukehren.
- Die Ärztin kontrolliert den Rhythmus des Herzschlags.
- Der Rhythmus der Jahreszeiten prägt die Arbeit auf dem Hof.
Grammatik: Artikel, Plural und Beugung
Rhythmus ist ein männliches Nomen. Der Genitiv bleibt unverändert, der Plural lautet Rhythmen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Rhythmus | die Rhythmen |
| Genitiv | des Rhythmus | der Rhythmen |
| Dativ | dem Rhythmus | den Rhythmen |
| Akkusativ | den Rhythmus | die Rhythmen |
Bedeutung und verwandte Wörter
Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache nennt mehrere Bedeutungen. Rhythmus steht für einen gleichmäßig wiederkehrenden Ablauf, etwa beim Atmen oder beim Herzschlag. In der Musik bezeichnet es die Gliederung durch Betonung, Tonlänge und Tempo. In der Kunst meint es ein harmonisches Maßverhältnis.
Aus dem Wort sind viele Ableitungen und Zusammensetzungen entstanden:
- rhythmisch (Adjektiv)
- die Rhythmik
- der Biorhythmus
- der Herzrhythmus
- der Tagesrhythmus
In allen Formen bleibt die Schreibung mit rh, y und th gleich.
Fazit
Rhythmus schreibt man nur so: mit Rh, y und th. Die Form verrät die griechische Herkunft des Worts. Die Merkformel Rh + yth + mus hilft, die beiden stummen h nicht zu vergessen.
FAQ – Häufige Fragen
Wie schreibt man Rhythmus richtig?
R-h-y-t-h-m-u-s. Andere Schreibweisen sind falsch.
Ist Rythmus auch richtig?
Nein. Rythmus fehlt das h nach dem R. Richtig ist nur Rhythmus.
Wie lautet der Plural von Rhythmus?
Der Plural lautet die Rhythmen.
Welchen Artikel hat Rhythmus?
Rhythmus ist männlich: der Rhythmus.
Wie trennt man Rhythmus?
Die Trennung lautet Rhyth-mus.
Woher kommt das Wort Rhythmus?
Aus dem Griechischen rhythmós, „das Fließen“. Über das Lateinische kam es im 17. Jahrhundert ins Deutsche.
Wie lautet der Genitiv?
Der Genitiv bleibt gleich: des Rhythmus.
Wie schreibt man das Adjektiv?
Das Adjektiv lautet rhythmisch, ebenfalls mit rh, y und th.
Welche Wörter sind mit Rhythmus verwandt?
Laut Duden unter anderem Rheuma und Katarrh. Alle gehen auf die Idee des Fließens zurück.
Gibt es eine Eselsbrücke?
Ja. Rh + yth + mus, also zwei h und ein y.
Quellen

Ariane erklärt Technik so, wie sie es ihrer Mutter am Küchentisch erklären würde. Kurz, ohne Fachwörter, mit Beispiel.





