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Titelbild: „Blocks, alphabet (51359801586)“ von Auckland Museum Collections from Auckland, Aotearoa New Zealand · CC BY 2.0 · via Wikimedia Commons · zugeschnitten
Kurzantwort: das ist ein Artikel oder ein Pronomen und steht für ein Nomen im Neutrum. dass ist eine Konjunktion und leitet einen Nebensatz ein. Wenn sich das Wort durch dieses, jenes oder welches ersetzen lässt, schreibst du das. Klappt das nicht, steht dass.
Der Unterschied hört man nicht. Beide Wörter werden gleich gesprochen, deshalb hilft das Gehör hier nicht weiter.
Entscheidend ist die Funktion im Satz. das übernimmt eine Rolle als Satzglied, dass verbindet nur.
Unten stehen beide Wortarten mit Beispielen, zwei Proben und die Fälle, in denen Schreibende regelmäßig danebengreifen.
das: Begleiter und Stellvertreter
das kommt in drei Rollen vor.
Als bestimmter Artikel begleitet es ein Nomen im Neutrum: „das Haus“, „das Kind“, „das Ergebnis“.
Als Demonstrativpronomen steht es allein und zeigt auf etwas: „Das gefällt mir.“ „Das war knapp.“ Hier lässt sich dies einsetzen.
Als Relativpronomen leitet es einen Relativsatz ein und bezieht sich auf ein Nomen im Neutrum: „Das Fahrrad, das im Hof steht, gehört mir.“ Hier passt welches.
In allen drei Rollen ist das ein Satzglied oder Teil eines Satzglieds. Streichst du es, fehlt etwas.
dass: die Konjunktion
dass verbindet einen übergeordneten Satz mit einem Nebensatz. Es hat selbst keine inhaltliche Rolle.
Der Nebensatz mit dass steht häufig nach Verben des Sagens, Denkens und Fühlens: „Ich glaube, dass es klappt.“ „Sie hat gesagt, dass sie später kommt.“
Er kann auch nach Nomen und Adjektiven stehen: „die Hoffnung, dass alles gut geht“, „froh, dass du da bist“.
Und er kann vorn stehen: „Dass du gekommen bist, freut mich.“ Auch dort bleibt es die Konjunktion.
In festen Fügungen taucht dass mit einem zweiten Wort auf: ohne dass, anstatt dass, sodass beziehungsweise so dass, als dass. Das amtliche Regelwerk führt sodass und so dass in § 39 als gleichwertige Schreibungen.
Probe 1: dieses, jenes, welches
Ersetze das Wort testweise. Bleibt der Satz sinnvoll, schreibst du das.
„Das Angebot, das gestern kam, war gut.“ → „… welches gestern kam …“ steht. Also das.
„Ich sehe, dass es regnet.“ → „Ich sehe, dieses es regnet“ steht nicht. Also dass.
Die Probe funktioniert auch am Satzanfang: „Das war nicht abgesprochen“ wird zu „Dies war nicht abgesprochen“.
Probe 2: der Streichtest
Streiche das Wort und prüfe, ob der Rest vollständig ist.
„Er merkte, dass sich etwas geändert hatte.“ Ohne das Wort bleibt „sich etwas geändert hatte“ – ein vollständiger Satzkern. Die Konjunktion ist entbehrlich, also dass.
„Er nahm das Werkzeug, das am Boden lag.“ Ohne das Wort bleibt „am Boden lag“. Das Subjekt fehlt, weil das Pronomen dort stand. Also das.
Ein zusätzlicher Anhaltspunkt liegt in der Stellung des Verbs. Nach dass steht die Personalform des Verbs am Ende des Nebensatzes: „Ich merke, dass der Zug hält.“ Das ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal, denn auch Relativsätze mit das haben Endstellung: „Der Zug, der gerade hält.“ Deshalb bleibt die Ersatzprobe der verlässlichere Weg.
Achte außerdem auf den Bezug. Ein Relativpronomen das hat immer ein Bezugswort im Neutrum, das du benennen kannst: „das Fenster, das offen steht“. Findest du kein solches Bezugswort, ist die Konjunktion wahrscheinlicher.
Warum dass zwei s hat
Die Schreibung folgt der Vokallänge. Nach kurzem betontem Vokal steht ss, wenn nur ein einzelner Konsonant folgt – so § 2 des amtlichen Regelwerks, das „dass (Konjunktion)“ neben Hass, wessen und bisschen aufführt.
ß steht dagegen nach langem Vokal oder Diphthong, etwa in Maß, Straße, heißen. Das regelt § 25.
Vor der Rechtschreibreform von 1996 wurde daß geschrieben. In der Schweiz und in Liechtenstein wird das ß ohnehin durchgehend durch ss ersetzt.
Für die Aussprache spielt die Schreibung übrigens keine Rolle. Beide Wörter werden unbetont und mit kurzem Vokal gesprochen. Die Verdopplung markiert hier nur die Wortart, nicht eine andere Lautung.
In der Schweiz und in Liechtenstein steht nach § 25 des Regelwerks ohnehin durchgehend ss statt ß. Dort schreibt man Strasse und dass, an der Unterscheidung ändert sich nichts.
Fälle, in denen es regelmäßig schiefgeht
„das, was“: „Das, was du meinst, verstehe ich.“ Beide Wörter sind Pronomen, das erste bekommt ein s.
Nach Komma: Ein Komma sagt nichts über die Schreibung. „Ich nehme den Zug, das ist schneller“ und „Ich hoffe, dass der Zug pünktlich ist“ sehen gleich aus und verlangen Verschiedenes.
Nach „so“: „So viel, dass es reicht“ verlangt die Konjunktion. „So etwas, das gefällt mir“ verlangt das Pronomen.
Am Satzanfang: Beide sind möglich. „Dass er absagt, war klar“ und „Das war klar“ stehen beide korrekt da.
Gemischte Sätze: In einem Satz können beide vorkommen. „Ich weiß, dass das Paket schon da ist.“ Hier leitet dass den Nebensatz ein, das begleitet das Nomen Paket.
Zitate und indirekte Rede: Nach Verben des Sagens steht in der indirekten Rede oft dass, zwingend ist es nicht. „Sie sagte, dass sie müde sei“ und „Sie sagte, sie sei müde“ sind beide korrekt. Fehlt die Konjunktion, fällt der Fehler weg.
Häufige Fragen
Was ist der wichtigste Unterschied?
Die Wortart. das ist Artikel oder Pronomen, dass ist eine Konjunktion.
Welche Probe ist die sicherste?
Die Ersatzprobe mit dieses, jenes oder welches. Der Streichtest hilft zusätzlich bei langen Sätzen.
Heißt es sodass oder so dass?
Beides ist korrekt. Das amtliche Regelwerk führt beide Schreibungen.
Wann schreibt man dass am Satzanfang?
Wenn der Nebensatz vorangestellt ist: „Dass es klappt, glaube ich schon.“
Seit wann gibt es die Schreibung dass?
Seit der Rechtschreibreform von 1996. Davor stand daß.
Gilt die Regel auch in Österreich und der Schweiz?
Ja. In der Schweiz und in Liechtenstein wird ß generell durch ss ersetzt, an der Unterscheidung von das und dass ändert das nichts.
Quellen
- Amtliches Regelwerk der deutschen Rechtschreibung 2024 (PDF)
- Duden: das oder dass?
- Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 – Wikipedia
Das passt dazu
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David Lenk erklaert fuer grammatikguru.de Zusammenhaenge, ohne sie zu vereinfachen.

David bastelt an Handys, Rechnern und WLAN und schreibt auf, was beim Einrichten wirklich hakt.






