Inhalt
Kurz gesagt: Ein gutes Arbeitsblatt zu das und dass enthält Lückensätze aus dem Alltag, mindestens einen Satz mit beiden Wörtern hintereinander und die Lösungen auf einer eigenen Seite. Unten stehen dreißig Sätze zum direkten Verwenden.
Die Regel zum Aufdrucken
Lässt sich das Wort durch dieses, jenes oder welches ersetzen, schreibt man das mit einem s. Geht das nicht, steht dass mit Doppel-s.
Teil 1 – Einfache Sätze
1. Ich glaube, ___ es morgen regnet.
2. ___ Fahrrad steht im Keller.
3. Sie hofft, ___ der Brief ankommt.
4. ___ war eine gute Idee.
5. Es freut mich, ___ du da bist.
6. ___ Wetter ist schön.
7. Er sagt, ___ er später kommt.
8. Nimm ___ Buch mit.
9. Ich weiß, ___ du recht hast.
10. ___ Essen war lecker.
Teil 2 – Relativsätze
11. Das Haus, ___ dort steht, ist alt.
12. Ich mag das Lied, ___ du gespielt hast.
13. Das Kind, ___ weint, braucht Hilfe.
14. Das Auto, ___ ich gekauft habe, ist rot.
15. Sie fand das Buch, ___ sie gesucht hatte.
Teil 3 – Gemischt und schwieriger
16. Ich hoffe, ___ ___ klappt.
17. Es ist wichtig, ___ alle Bescheid wissen.
18. ___ Einzige, was zählt, ist die Gesundheit.
19. Er behauptet, ___ er nichts gewusst habe.
20. Das Ergebnis, ___ wir erwartet haben, blieb aus.
21. Ich bin sicher, ___ ___ Fenster offen war.
22. Alles, ___ du brauchst, liegt bereit.
23. Sie sagte, ___ sie ___ nicht wollte.
24. ___ Problem ist, ___ niemand zuständig ist.
25. Wir wussten nicht, ___ ___ so schwierig wird.
Teil 4 – Fehler finden
26. Ich glaube das er kommt.
27. Dass Buch liegt auf dem Tisch.
28. Es tut mir leid das ich zu spät bin.
29. Der Hund, dass dort läuft, ist meiner.
30. Ich hoffe das dass reicht.
Die Lösungen
Teil 1: 1 dass, 2 Das, 3 dass, 4 Das, 5 dass, 6 Das, 7 dass, 8 das, 9 dass, 10 Das
Teil 2: 11 das, 12 das, 13 das, 14 das, 15 das
Teil 3: 16 dass das, 17 dass, 18 Das (danach was), 19 dass, 20 das, 21 dass das, 22 was, 23 dass das, 24 Das / dass, 25 dass das
Teil 4: 26 dass, 27 Das, 28 dass, 29 das, 30 dass das
Für welche Klassenstufe
Die Unterscheidung wird üblicherweise ab der vierten bis fünften Klasse behandelt und danach wiederholt. Teil 1 und 2 passen ab Klasse 4, Teil 3 und 4 ab Klasse 6.
Für Erwachsene, die den Fehler noch machen, sind Teil 3 und 4 die wirksamen Übungen — der Fehler entsteht selten bei einfachen Sätzen, sondern dort, wo beide Wörter aufeinandertreffen.
Selbst ein Arbeitsblatt erstellen
Der schnellste Weg: einen beliebigen Text nehmen, alle Vorkommen von das und dass durch Lücken ersetzen und die Lösungen ans Ende setzen. Zeitungsartikel eignen sich gut, weil sie natürliche Sätze liefern.
Noch wirksamer ist es, die Sätze aus eigenen Texten zu nehmen — aus Aufsätzen, E-Mails oder Notizen. Geübt wird dann genau das, was tatsächlich falsch läuft.
Wichtig ist die getrennte Lösungsseite. Steht die Lösung daneben, wird nicht gedacht, sondern geschielt.
Wo es fertige Blätter gibt
Die Landesbildungsserver der Bundesländer stellen geprüfte Materialien kostenfrei bereit, sortiert nach Klassenstufe. Der Deutsche Bildungsserver verweist auf diese Angebote und bündelt sie.
Auch die Schulbuchverlage stellen Auszüge aus ihren Arbeitsheften als Leseproben ein.
Warum Lückentexte allein nicht reichen
Ein Lückentext prüft, ob jemand die Regel anwenden kann, wenn er weiß, dass gerade diese Regel gefragt ist. Genau diese Information fehlt beim freien Schreiben.
Deshalb sollte auf jedes Arbeitsblatt ein kurzer freier Teil folgen: fünf eigene Sätze schreiben, in denen beide Wörter vorkommen. Erst dort zeigt sich, ob die Unterscheidung sitzt.
Ebenso wirksam ist das Korrigieren fremder Texte. Fehler zu finden verlangt mehr als Lücken zu füllen — man muss selbst entscheiden, wo überhaupt hingeschaut wird.
Der Umgang mit Fehlern
Beim Korrigieren hilft es, nicht jeden Fehler gleich zu behandeln. Wer in einem Text zwölf Fehler anstreicht, davon acht bei das und dass, sollte genau diese acht besprechen und den Rest zunächst liegen lassen.
Ein Fehlerheft, in dem die eigenen wiederkehrenden Fehler gesammelt werden, wirkt stärker als jedes zusätzliche Arbeitsblatt. Nach zwei Wochen zeigt sich ein Muster, und das Muster ist der Ansatzpunkt.
Wichtig ist außerdem die Rückmeldung im Abstand: Dieselbe Übung nach zwei Wochen zu wiederholen, festigt mehr als drei Übungen am selben Tag.
Die Regel für Fortgeschrittene
Wer die Ersatzprobe beherrscht, stolpert noch über zwei Sonderfälle.
Nach alles, nichts, vieles, weniges, das Einzige steht als Relativpronomen was, nicht das: Alles, was zählt. Diese Regel wird selbst in Zeitungen regelmäßig verletzt.
Bezieht sich das Relativpronomen auf einen ganzen Satz, steht ebenfalls was: Er kam zu spät, was niemanden überraschte. Hier bezieht sich das Wort nicht auf ein Substantiv, sondern auf den vorangehenden Gedanken.
Häufige Fragen
Ab welcher Klasse übt man das?
Meist ab der vierten Klasse.
Was gehört auf ein gutes Arbeitsblatt?
Alltagssätze, ein Satz mit beiden Wörtern und getrennte Lösungen.
Was steht nach alles und nichts?
was, nicht das.
Wie erstellt man selbst eines?
Einen Text nehmen und die Wörter durch Lücken ersetzen.
Wo gibt es fertige Blätter?
Bei den Landesbildungsservern.
Was hilft Erwachsenen am meisten?
Sätze, in denen beide Wörter aufeinandertreffen.
Reichen Lückentexte aus?
Nein, ein freier Schreibteil gehört dazu.
Was hilft beim Korrigieren?
Nur die wiederkehrenden Fehler besprechen und in einem Fehlerheft sammeln.
Wann steht was statt das?
Nach alles, nichts und wenn sich das Wort auf einen ganzen Satz bezieht.
Quellen
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
- das oder dass Arbeitsblätter: Aufbau, Quellen, Lösungen
- das oder dass üben: Proben, Übungssätze und Lösungen
- dass und das: Übungen mit Lösungen und Erklärungen
Geschrieben von Bella, Redaktion grammatikguru.de — sie schreibt hier über Rechtschreibung, Grammatik und Zweifelsfälle.





