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Kurz gesagt: Es heißt der Monat. Es heißt der Monat. Das Monat ist falsch.
Der Monat war lang.
Warum der Monat?
Verwandt mit Mond, und wie dieses männlich.
Die Beugung
- Nominativ: der Monat
- Genitiv: des Monats
- Dativ: dem Monat
- Akkusativ: den Monat
- Plural: die Monate
Der häufige Fehler
Wer unsicher ist, weicht gern auf eine Umschreibung aus. Das fällt im Text auf. Besser ist es, sich das Wort einmal mit Artikel einzuprägen — Vokabeln lernt man im Deutschen als Paar aus Artikel und Wort, nie als Wort allein.
Woher das Wort kommt
Monat geht auf dasselbe germanische Wort zurück wie Mond. Der Grund liegt in der Zeitrechnung: Ein Monat entsprach ursprünglich einem Mondumlauf von etwa neunundzwanzigeinhalb Tagen. Diese Verbindung findet sich in vielen Sprachen.
Im Englischen zeigt sich das an moon und month, im Niederländischen an maan und maand. Auch dort ist der Zusammenhang erhalten geblieben. Er ist sprachhistorisch gut belegt.
Weil zwölf Mondumläufe kürzer sind als ein Sonnenjahr, wurden die Monate im römischen Kalender auf feste Längen gebracht. Seither haben sie mit dem Mond nichts mehr zu tun. Der Name blieb.
Warum das Wort männlich ist
Das Geschlecht ist historisch gewachsen und war bereits im Althochdeutschen männlich. Bei alten Grundwörtern lässt es sich nicht ableiten. Es muss einzeln gelernt werden.
Auffällig ist, dass die Zeitwörter unterschiedliche Geschlechter haben: der Tag, der Monat, das Jahr, die Woche. Ein Muster steckt nicht dahinter. Alle vier sind einzeln zu lernen.
Eine sächliche Nebenform gibt es nicht. Wörterbücher führen ausschließlich die männliche. Sie ist in allen deutschsprachigen Ländern gleich.
Beugung und Plural
Im Genitiv heißt es des Monats, im Dativ dem Monat und im Akkusativ den Monat. Der Plural lautet die Monate, im Dativ den Monaten. Ein Umlaut tritt nicht auf.
Als Zeitangabe steht das Wort häufig im Akkusativ ohne Präposition: Er bleibt einen Monat. Mit Präposition heißt es seit einem Monat oder in einem Monat. Beide Formen sind gebräuchlich.
In Zusammensetzungen bleibt das Geschlecht männlich, solange Monat am Ende steht: der Erntemonat, der Wintermonat. Steht es vorn, entscheidet das andere Wort: die Monatskarte, das Monatsende.
Wie die Monatsnamen entstanden
Die deutschen Monatsnamen stammen aus dem Lateinischen und wurden über die Kirche übernommen. Januar und Februar gehen auf römische Gottheiten und Reinigungsfeste zurück, Juli und August auf Caesar und Augustus. September bis Dezember tragen die Zahlwörter sieben bis zehn.
Diese Verschiebung erklärt sich daraus, dass das römische Jahr ursprünglich im März begann. Der September war damals tatsächlich der siebte Monat. Nach der Kalenderreform blieben die Namen unverändert.
Daneben gab es deutsche Bezeichnungen wie Hornung für Februar oder Heuert für Juli. Sie sind heute weitgehend verschwunden. In Mundarten und in älteren Texten begegnen sie noch.
Wie Monatsfristen berechnet werden
Läuft eine Frist nach Monaten, endet sie nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch an dem Tag des letzten Monats, der dem Tag des Ereignisses entspricht. Fehlt dieser Tag, etwa am 31., endet sie am letzten Tag des Monats. Fällt das Ende auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt es sich auf den nächsten Werktag.
Diese Regeln gelten für Kündigungen, Widerrufe und Zahlungsfristen gleichermaßen. Sie stehen in den Paragrafen 187 bis 193. Sie sind für alle Vertragsarten maßgeblich.
Praktisch heißt das: Eine Monatsfrist ist nicht immer dreißig Tage lang. Sie richtet sich nach dem Kalender. Wer knapp rechnet, sollte das beachten.
Der häufigste Fehler
Verwechslungen entstehen vor allem bei Zusammensetzungen, in denen der letzte Bestandteil ein anderes Geschlecht hat, etwa die Monatsmiete oder das Monatsgehalt. Maßgeblich ist immer der letzte Teil. Das Wort Monat am Anfang ändert daran nichts.
Ein zweiter Stolperstein ist der Dativ Plural ohne n, also nach drei Monate. Richtig ist nach drei Monaten. Diese Endung ist verpflichtend.
Wörter rund um den Monat
Zur Wortfamilie gehören monatlich, Monatsende, Monatskarte, Monatsgehalt und Halbjahr als Zusammenfassung. Das Adjektiv monatlich bedeutet einmal pro Monat und wird nicht gesteigert. Zweimonatlich meint alle zwei Monate.
Verwechslungsgefahr besteht bei zweimonatlich und halbmonatlich: Ersteres meint alle zwei Monate, Letzteres zweimal im Monat. Diese Unterscheidung ist in Verträgen wichtig. Im Zweifel schreibt man es aus.
Der Ausdruck Monatserster bezeichnet den ersten Tag eines Monats und ist im Miet- und Arbeitsrecht gebräuchlich. Er ist männlich. Der Monatsletzte entsprechend ebenfalls.
Wo man nachschlägt
Der Duden und das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache nennen Geschlecht und Beugung zu Beginn des Eintrags. Für Monat ist der Eintrag eindeutig männlich. Eine Nebenform gibt es nicht.
Für die Fristberechnung ist das Bürgerliche Gesetzbuch maßgeblich, das online frei abrufbar ist. Die einschlägigen Paragrafen sind kurz. Ein Blick darauf klärt die meisten Fälle.
Weitere Zeitangaben und ihre Artikel
Neben dem Monat sind der Tag, das Jahr, die Woche, die Stunde, die Minute und die Sekunde zu unterscheiden. Auffällig ist, dass die kleineren Einheiten überwiegend weiblich sind. Ein System steckt nicht dahinter.
Für Lernende bedeutet das, diese sieben Wörter mit Artikel zu lernen. Sie kommen im Alltag ständig vor. Der Aufwand lohnt sich früh.
Ein Blick auf die Kalenderreform
Der heute gebräuchliche gregorianische Kalender wurde 1582 eingeführt und ersetzte den julianischen. Grund war eine Abweichung von etwa zehn Tagen gegenüber dem Sonnenjahr. In protestantischen Gebieten wurde er erst deutlich später übernommen.
Ein Wort mit langer Geschichte
Belegt ist die Form manod bereits im Althochdeutschen des achten Jahrhunderts. Die heutige Schreibung setzte sich im Neuhochdeutschen durch. Das Geschlecht blieb über die gesamte Zeit unverändert.
Häufige Fragen
Heißt es der Monat?
Es heißt der Monat. Das Monat ist falsch.
Wie lautet der Plural?
die Monate
Wie lautet der Genitiv?
des Monats
Woran erkennt man das Geschlecht?
An der Wortbildung und der Herkunft — verlässlich ist aber nur der Blick ins Wörterbuch.
Quellen
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
- Der oder das Buch? Artikel, Plural und die Herkunft
- Der oder das Paket? Artikel, Plural und die Herkunft
- Der oder das Pfand? Artikel, Plural und die Herkunft
Geschrieben von Bella, Redaktion grammatikguru.de — sie schreibt hier über Rechtschreibung, Grammatik und Zweifelsfälle.





