das oder dass: Übungen zum Ausdrucken und zum Üben

Kurz gesagt: Kostenlose Übungsblätter zu das und dass gibt es bei den Landesbildungsservern, beim Deutschen Bildungsserver und bei den Schulbuchverlagen. Ein brauchbares Blatt enthält Lückensätze, die Lösung auf einer zweiten Seite und mindestens einen Satz, in dem beide Wörter vorkommen.

Wo es Vorlagen gibt

Landesbildungsserver. Die Bildungsserver der Bundesländer stellen geprüfte Materialien für den Deutschunterricht bereit — kostenfrei und ohne Anmeldung.

Deutscher Bildungsserver. Ein Verzeichnis, das auf Materialien der Länder und Hochschulen verweist.

Schulbuchverlage. Die großen Verlage stellen Auszüge ihrer Arbeitshefte als Leseprobe ein.

Woran man ein gutes Blatt erkennt

  • Die Lösung liegt bei, aber auf einer eigenen Seite
  • Die Sätze sind aus dem Alltag, nicht konstruiert
  • Mindestens ein Satz enthält beide Wörter — Ich weiß, dass das stimmt
  • Es kommen Relativsätze vor, nicht nur Artikel
  • Nach alles und nichts wird auch was geübt

Selbst eines erstellen

Zwanzig Sätze aus einem beliebigen Text nehmen, in denen das oder dass vorkommt, das Wort durch eine Lücke ersetzen und die Lösung ans Ende setzen. Das dauert zehn Minuten und ist auf den eigenen Wortschatz zugeschnitten.

Wirksamer als jedes fertige Blatt ist ohnehin das eigene Schreiben: Einen Text verfassen, ihn am nächsten Tag noch einmal lesen und bei jedem das die Ersatzprobe machen.

Die Regel dazu

Lässt sich das Wort durch dieses, jenes oder welches ersetzen, schreibt man das. Sonst dass.

Die Regel in drei Sätzen

Das mit einem s ist Artikel, Demonstrativpronomen oder Relativpronomen und lässt sich durch dieses, jenes oder welches ersetzen. Dass mit zwei s ist eine Konjunktion und leitet einen Nebensatz ein, ein Ersatz ist dort nicht möglich. Diese Ersatzprobe entscheidet jeden Fall.

Vor beiden Formen steht ein Komma, wenn ein Nebensatz beginnt. Vor dem Artikel steht dagegen keines. Deshalb hilft das Komma nur beim Ausschließen.

Wer die Wortart erkennt, braucht die Regel nicht auswendig zu lernen. Die Zuordnung entscheidet, nicht das Gefühl. Der Rest ist Übung.

Welche Übungsformen es gibt

Verbreitet sind Lückentexte, Fehlersuche, Zuordnungsaufgaben und Diktate. Lückentexte üben das Anwenden, die Fehlersuche das Korrekturlesen. Beide Formen sollten kombiniert werden.

Wirksamer als reine Lückentexte ist die Fehlersuche, weil sie der späteren Praxis entspricht. Dort wird die Zahl der Fehler vorher genannt und selbst gesucht. Diese Form empfehlen Lehrwerke ausdrücklich.

Für Fortgeschrittene eignen sich Sätze, in denen beide Formen kurz hintereinander stehen. Ich glaube, dass das stimmt ist so ein Fall. Solche Sätze decken Unsicherheiten auf.

Woran man ein gutes Blatt erkennt

Ein brauchbares Blatt nennt zuerst die Regel, dann folgen zehn bis zwanzig Sätze, am Ende steht die Lösung. Ohne Lösung ist der Lerneffekt gering. Auch das Erstellungsdatum sollte erkennbar sein.

Warnzeichen sind gemischte Themen, fehlende Regel und Sätze ohne Zusammenhang. Ältere Blätter enthalten teilweise noch die Schreibung daß. Sie ist seit 1996 nicht mehr gültig.

Geprüfte Materialien bieten die Landesbildungsserver der Bundesländer. Sie sind kostenfrei und ohne Anmeldung nutzbar. Ihre Qualität ist verlässlich.

Wie man selbst ein Blatt erstellt

Am einfachsten nimmt man einen eigenen Text und entfernt an den betreffenden Stellen das Wort. Zehn bis fünfzehn Sätze reichen für eine Einheit. Die Lösung entsteht dabei automatisch.

Für die Fehlersuche baut man in einen korrekten Text gezielt Fehler ein und nennt ihre Zahl. Das trainiert genau die Fähigkeit, die im Alltag gebraucht wird. Ein Textprogramm genügt dafür.

Wirksam ist außerdem, eigene Fehler zu sammeln statt fremde Übungssätze zu bearbeiten. Meist sind es nur zwei oder drei wiederkehrende Muster. Gezieltes Üben wirkt dort schneller.

Wie oft geübt werden sollte

Kurze tägliche Einheiten wirken deutlich besser als lange wöchentliche Blöcke. Zehn Minuten am Tag reichen aus. Der Effekt heißt verteiltes Lernen und ist gut untersucht.

Wichtig ist, das Gelernte nach einigen Tagen erneut abzurufen statt es nur nachzulesen. Aktives Abrufen festigt stärker als passives Wiedererkennen. Beides gilt für Kinder wie für Erwachsene.

Wo man Regeln nachschlägt

Verbindlich ist das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung, das frei abrufbar ist. Der Duden führt zusätzlich Beispiellisten und Zweifelsfälle. Beide sind kostenlos zugänglich.

Für den Unterricht eignen sich zusätzlich die Materialien der Landesbildungsserver, weil sie an den Lehrplänen ausgerichtet sind. Sie enthalten meist Lösungen. Das erleichtert die Selbstkontrolle.

Für wen sich welches Material eignet

Für die Grundschule sind kurze Blätter mit wenigen Sätzen und einem einzigen Schwerpunkt geeignet. Ab der Mittelstufe kommen Fehlersuche und eigene Texte hinzu. Erwachsene arbeiten am besten mit Texten aus ihrem Alltag.

Wichtig ist in allen Fällen, dass die Sätze verständlich und lebensnah sind. Abstrakte Übungssätze werden schnell mechanisch bearbeitet. Der Übertrag auf eigene Texte bleibt dann aus.

Warum Üben allein nicht reicht

Ein Blatt trainiert das Anwenden einer Regel in einer bekannten Situation. Im eigenen Text gelten dagegen mehrere Regeln gleichzeitig, und die Aufmerksamkeit liegt beim Inhalt. Genau dort entstehen die meisten Fehler.

Deshalb sollte auf jede Übungseinheit ein eigener Text folgen, der anschließend gezielt geprüft wird. Diese Verbindung aus Übung und Anwendung ist entscheidend. Sie steht in allen Lehrwerken.

Was bei Lese-Rechtschreib-Störung gilt

Bleiben Fehler trotz regelmäßiger Übung bestehen, kann eine Lese-Rechtschreib-Störung vorliegen. Sie ist diagnostizierbar und förderbar, hat aber nichts mit Intelligenz zu tun. Anlaufstellen sind schulpsychologische Dienste und kinderärztliche Praxen.

Für betroffene Kinder gibt es in den Ländern Regelungen zum Nachteilsausgleich in Prüfungen. Sie unterscheiden sich je nach Bundesland. Auskunft geben die Schulen.

Häufige Fragen

Wo gibt es kostenlose Blätter?

Bei den Landesbildungsservern und beim Deutschen Bildungsserver.

Was gehört auf ein gutes Übungsblatt?

Lückensätze, getrennte Lösung und ein Satz mit beiden Wörtern.

Kann man selbst eines bauen?

Ja, aus einem beliebigen Text in wenigen Minuten.

Was hilft am meisten?

Eigene Texte schreiben und selbst prüfen.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion grammatikguru.de — sie schreibt hier über Rechtschreibung, Grammatik und Zweifelsfälle.


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