20 Sätze mit dass und das zum Üben und Nachschlagen

Kurzantwort: Die folgenden 20 Sätze zeigen „das“ und „dass“ jeweils zehnmal im vollständigen Satz, dazu fünf weitere Sätze, in denen beide Wörter gemeinsam vorkommen. Jeder Satz ist kurz mit seiner Wortart erklärt, damit sich das Muster einprägt statt nur die einzelne Regel.

Eine Regel allein bleibt abstrakt. Am Beispielsatz zeigt sich dagegen sofort, wie „das“ und „dass“ im echten Zusammenhang funktionieren – und warum beide Wörter trotz identischer Aussprache völlig unterschiedliche Aufgaben übernehmen, von der einfachen Feststellung bis zum eingeleiteten Nebensatz.

Die Liste unten ist in drei Gruppen geteilt: zehn Sätze mit „das“, zehn Sätze mit „dass“ und fünf Sätze, in denen beide Wörter zusammen auftauchen. Zu jedem Satz steht in Klammern die grammatische Rolle, damit sich Regel und Beispiel direkt gegenüberstehen.

Warum Beispielsätze das Lernen erleichtern

Eine Regel wie die Ersatzprobe erklärt, wie die Entscheidung fällt. Ein Beispielsatz zeigt dagegen, wie sich die Entscheidung anfühlt und wo im Satz das fragliche Wort typischerweise steht. Wer beide Wege kombiniert, verankert den Unterschied deutlich schneller als beim reinen Auswendiglernen einer Regel, weil das Gehirn Muster aus konkreten Beispielen erfahrungsgemäß leichter behält als abstrakte Definitionen.

10 Sätze mit „das“

  1. Das Auto steht vor der Garage. (Artikel)
  2. Das Kind lacht laut über den Witz. (Artikel)
  3. Das habe ich wirklich nicht gewusst. (Demonstrativpronomen)
  4. Das war ein außergewöhnlich langer Tag. (Demonstrativpronomen)
  5. Sie kaufte das Fahrrad, das im Schaufenster stand. (Relativpronomen)
  6. Das Wetter wird morgen deutlich schlechter. (Artikel)
  7. Das kenne ich schon seit vielen Jahren. (Demonstrativpronomen)
  8. Das Bild, das an der Wand hängt, ist sehr wertvoll. (Relativpronomen)
  9. Das Ergebnis überrascht so gut wie alle. (Artikel)
  10. Das Haus, das letztes Jahr renoviert wurde, sieht jetzt neu aus. (Relativpronomen)

10 Sätze mit „dass“

  1. Ich weiß, dass du Recht hast.
  2. Sie hofft, dass alles gut geht.
  3. Er sagte, dass er sehr müde sei.
  4. Wir glauben, dass es funktioniert.
  5. Es freut mich, dass du da bist.
  6. Sie war sich sicher, dass er kommt.
  7. Ich finde es schade, dass du schon gehst.
  8. Man vermutet, dass die Zahlen weiter steigen.
  9. Er betonte, dass die Frist unbedingt gilt.
  10. Sie beeilte sich, sodass sie den Zug noch erreichte.

Alle zehn Sätze folgen demselben Muster: Nach einem Verb des Denkens, Sagens oder Fühlens folgt ein vollständiger Gedanke als Nebensatz, eingeleitet durch die Konjunktion „dass“. Der letzte Satz zeigt zusätzlich die Variante „sodass“, die ebenfalls immer mit zwei s geschrieben wird und dieselbe Konjunktion in einer Folge-Bedeutung fortsetzt.

Sätze, in denen beide Wörter vorkommen

  1. Ich glaube, dass das Auto kaputt ist.
  2. Sie meinte, dass das Ergebnis fair war.
  3. Er wusste, dass das Haus schon verkauft wurde.
  4. Wir hoffen, dass das Wetter bis Samstag hält.
  5. Ich finde, dass das eine wirklich gute Idee ist.

In allen fünf Sätzen eröffnet „dass“ den Nebensatz, während das zweite „das“ direkt danach als Artikel vor einem Nomen steht. Beide Wörter lassen sich unabhängig voneinander mit der Ersatzprobe prüfen: „dass“ scheitert am Ersatz durch „welches“, das nachfolgende „das“ besteht ihn dagegen problemlos, weil es sich klar auf das jeweils genannte Nomen bezieht.

Muster erkennen: Wo im Satz das Wort meist steht

Ein Blick auf die drei Listen oben zeigt ein wiederkehrendes Muster. „Das“ steht fast immer direkt vor einem Nomen oder ganz am Satzanfang, wenn es allein für etwas Bekanntes steht. „Dass“ dagegen folgt fast immer auf ein Verb wie „glauben“, „wissen“ oder „hoffen“ und eröffnet danach einen vollständigen zweiten Gedanken. Wer sich dieses Positionsmuster einprägt, muss bei vielen Sätzen die Ersatzprobe gar nicht mehr bewusst durchführen, weil die Position im Satz schon fast die ganze Antwort liefert. Nur bei den Sätzen mit beiden Wörtern hintereinander lohnt weiterhin ein zweiter, genauerer Blick.

Eigene Sätze zum Üben bilden

Nach den 20 vorgegebenen Sätzen hilft es, drei oder vier eigene Sätze nach demselben Muster zu bilden – einen mit Artikel, einen mit Demonstrativpronomen, einen mit Relativpronomen und einen mit der Konjunktion. Wer die eigenen Sätze anschließend mit der Ersatzprobe kontrolliert, überträgt das Gelernte direkt auf eigene Formulierungen, statt nur fremde Beispiele nachzuvollziehen. Das ist der Schritt, der am Ende wirklich zählt, weil beim eigenen Schreiben niemand eine Liste mit fertigen Lösungen zur Hand hat.

Häufige Fragen

Warum stehen manche Sätze mit zwei Rollen von „das“ in einer Liste?

Weil das Relativpronomen und der Artikel beide mit einem s geschrieben werden, auch wenn sie unterschiedliche Aufgaben im Satz übernehmen. Beide Rollen lassen sich trotzdem mit derselben Ersatzprobe bestätigen.

Wie erkenne ich in Satz 5 der ersten Liste die richtige Rolle?

„Das Fahrrad“ ist der Artikel, „das im Schaufenster stand“ ist das Relativpronomen – beide lassen sich getrennt mit der Ersatzprobe prüfen, ohne dass sich die beiden Vorkommen gegenseitig beeinflussen.

Welche Verben lösen besonders oft einen dass-Satz aus?

Glauben, wissen, hoffen, sagen, meinen, vermuten und betonen gehören zu den häufigsten Auslösern, weil sie alle eine Aussage oder Einschätzung einleiten.

Sind Sätze mit beiden Wörtern schwieriger?

Nur auf den ersten Blick. Jedes Wort wird unabhängig geprüft, die Kombination selbst ändert nichts an der zugrunde liegenden Regel.

Wie übe ich mit diesen 20 Sätzen konkret?

Decke die Klammern ab, benenne die Rolle selbst und vergleiche danach mit der Angabe in der Liste. Wiederhole die Liste nach ein paar Tagen erneut, wenn die Antworten nicht mehr auswendig bekannt sind.

Gibt es auch Übungen mit Lücken statt vollständiger Sätze?

Ja, unter dem Stichwort „dass oder das Übungen“ steht ein Lückentext mit weiteren Beispielsätzen, einer Fehlersuche und ausführlichen Lösungen.

Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion grammatikguru.de — sie schreibt hier über Rechtschreibung, Grammatik und Zweifelsfälle.

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