Dass das oder dass dass: Was hintereinander richtig ist

Kurzantwort: „Dass das“ direkt hintereinander im Satz ist grammatisch korrekt, wenn die Konjunktion „dass“ einen Nebensatz einleitet und direkt danach der Artikel, ein Demonstrativ- oder ein Relativpronomen „das“ folgt. „Dass dass“ mit dem gleichen Wort zweimal ist dagegen immer ein Fehler.

Wer zum ersten Mal einen Satz wie „Ich glaube, dass das Auto kaputt ist“ schreibt, stutzt oft kurz: Sieht so aus, als stünde da ein Wort doppelt, nur einmal mit einem und einmal mit zwei s. Genau diese Unsicherheit führt zu der Suche nach „dass das oder dass das“.

Die Antwort ist einfacher, als die Frage klingt. Beide Wörter erfüllen unterschiedliche Aufgaben und lassen sich unabhängig voneinander prüfen, obwohl sie im Satz direkt nebeneinanderstehen. Anders als bei einem echten Tippfehler ist hier jedes der beiden Wörter für sich genommen korrekt platziert.

Die folgenden Abschnitte erklären zuerst, warum diese Wortfolge überhaupt entsteht, zeigen dann die Prüfmethode und listen anschließend Beispielsätze sowie die tatsächlichen Fehlerfälle, die von der korrekten Wortfolge zu unterscheiden sind.

Warum „dass das“ hintereinander richtig sein kann

„Dass“ ist an dieser Stelle immer die Konjunktion, die einen Nebensatz einleitet. Das darauffolgende „das“ ist dagegen meist der Artikel vor einem Nomen: „Ich glaube, dass das Auto kaputt ist“ bedeutet „Ich glaube [etwas]: Das Auto ist kaputt.“ Die Konjunktion eröffnet den Nebensatz, der Artikel gehört bereits zum Inhalt dieses Nebensatzes. Beide Wörter stehen zufällig nebeneinander, weil der Nebensatz direkt mit einem Nomen samt Artikel beginnt – das ist kein Zeichen für einen Fehler.

Die Doppelprobe: jedes Wort einzeln prüfen

Bei einer solchen Wortfolge hilft es, die Ersatzprobe zweimal hintereinander anzuwenden, einmal für jedes Wort. Für das erste Wort: Lässt es sich durch „welches“ ersetzen? Bei der Konjunktion scheitert das, also bleibt es bei „dass“. Für das zweite Wort: Lässt es sich durch „dieses“ ersetzen? Bei „das Auto“ funktioniert das – „dieses Auto“ ergibt weiterhin Sinn. Beide Ergebnisse zusammen ergeben die korrekte Schreibung „dass das“. Wichtig dabei: Die beiden Proben laufen komplett getrennt voneinander. Das Ergebnis der einen Probe hat keinerlei Einfluss auf das Ergebnis der anderen, auch wenn beide Wörter im Satz unmittelbar aufeinanderfolgen.

Kurz zusammengefasst in einer Tabelle

Position Wortart Ersetzbar durch Schreibung
Erstes Wort Konjunktion, leitet Nebensatz ein kein Ersatz möglich dass
Zweites Wort Artikel, Demonstrativ- oder Relativpronomen dieses, jenes, welches das

Beispiele mit „dass das“ direkt hintereinander

  • „Ich glaube, dass das Auto kaputt ist.“
  • „Sie sagte, dass das Ergebnis schon feststeht.“
  • „Er wusste, dass das Spiel verloren war.“
  • „Wir hoffen, dass das Vorhaben gelingt.“
  • „Ich finde, dass das eine faire Lösung ist.“

In jedem dieser Sätze leitet „dass“ den Nebensatz ein, und das folgende „das“ übernimmt die Rolle des Artikels oder, wie im letzten Beispiel, des Demonstrativpronomens. Der Satzbau ist in allen fünf Fällen identisch: Verb des Denkens oder Sagens, dann die Konjunktion, dann ein vollständiger, in sich stimmiger zweiter Satzteil. Auch mit einem Relativpronomen an zweiter Stelle funktioniert dieselbe Wortfolge, etwa in „Sie erklärte, dass das Haus, das sie gekauft hatte, renoviert werden muss“ – hier taucht „das“ sogar zweimal hintereinander in unterschiedlichen Rollen auf, einmal als Artikel und einmal als Relativpronomen.

Wann die Kombination tatsächlich falsch ist

Zwei Fehler kommen bei dieser Wortfolge tatsächlich vor. Erstens: „dass dass“ mit dem gleichen Wort zweimal hintereinander – das ist immer ein Tippfehler und in keinem Fall korrekt, meist entstanden durch zu schnelles Tippen oder eine unvollständige Korrektur. Zweitens: „das das“ mit einem s an beiden Stellen, obwohl die erste Stelle eigentlich die Konjunktion sein müsste, etwa in der falschen Schreibung „Ich glaube, das das Auto kaputt ist“ statt richtig „dass das Auto“. Hier hilft wieder die Doppelprobe: Das erste Wort leitet einen ganzen Gedanken ein und scheitert am Ersatz durch „welches“ – also gehört dort „dass“ mit zwei s hin, unabhängig davon, was an zweiter Stelle folgt.

Warum diese Frage überhaupt gestellt wird

Die Suche nach „dass das oder dass das“ entsteht meist beim Korrekturlesen eines fertigen Textes. Zwei fast identische Wörter direkt nebeneinander wirken im ersten Moment nach einem Flüchtigkeitsfehler, ähnlich wie eine versehentliche Wortwiederholung. Der Unterschied zu einer echten Wortwiederholung liegt darin, dass hier zwei unterschiedliche Wörter mit unterschiedlicher Schreibung vorliegen, auch wenn sie beim Sprechen identisch klingen. Sobald klar ist, dass es sich um zwei getrennte grammatische Rollen handelt, verschwindet die Unsicherheit meist dauerhaft.

Häufige Fragen

Ist „dass das“ hintereinander ein Rechtschreibfehler?

Nein, wenn die Konjunktion und der Artikel oder das Pronomen jeweils an der richtigen Stelle stehen, ist die Wortfolge korrekt.

Was ist mit „dass dass“, also demselben Wort zweimal?

Das ist immer ein Fehler, meist ein Tippfehler beim schnellen Schreiben, und sollte auf eines der beiden Wörter korrigiert werden.

Wie erkenne ich schnell, welches Wort an welcher Stelle steht?

Wende die Ersatzprobe getrennt auf jedes Wort an: „welches“ für die vermutete Konjunktion, „dieses“ für das vermutete Artikel- oder Pronomenwort.

Kommt diese Wortfolge häufig vor?

Ja, vor allem nach Verben wie glauben, hoffen, wissen und sagen, wenn direkt danach ein Nomen mit Artikel folgt.

Gibt es noch andere Wortfolgen mit demselben Muster?

Ja, etwa „dass dieses“ oder „dass jenes“, bei denen dieselbe Logik gilt: Die Konjunktion leitet den Nebensatz ein, das zweite Wort gehört zum Inhalt.

Reicht es, sich nur diesen einen Fall zu merken?

Für diese spezielle Wortfolge ja. Für alle anderen Fälle von „das“ und „dass“ hilft die allgemeine Ersatzprobe genauso zuverlässig.

Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion grammatikguru.de — sie schreibt hier über Rechtschreibung, Grammatik und Zweifelsfälle.

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