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Kurz gesagt: Es heißt der Link. Der Link ist die Standardform. Das Link ist in Österreich gebräuchlich und steht als Nebenform im Duden.
Der Link führt ins Leere.
Warum der Link?
Aus dem Englischen für Verbindung. Das Geschlecht folgt der deutschen Entsprechung der Verweis.
Die Beugung
- Nominativ: der Link
- Genitiv: des Links
- Dativ: dem Link
- Akkusativ: den Link
- Plural: die Links
Die Nebenform
Neben der Link ist auch das Link gebräuchlich. Welche Form gilt, hängt oft von der Region ab. In einem Text sollte man sich für eine entscheiden und dabei bleiben.
Der häufige Fehler
Wer unsicher ist, weicht gern auf eine Umschreibung aus. Das fällt im Text auf. Besser ist es, sich das Wort einmal mit Artikel einzuprägen — Vokabeln lernt man im Deutschen als Paar aus Artikel und Wort, nie als Wort allein.
Woher das Wort kommt
Link stammt aus dem Englischen und bedeutet dort Glied, Verbindung oder Kettenglied. Verwandt ist das deutsche Wort Gelenk, beide gehen auf dieselbe germanische Wurzel zurück. Die technische Bedeutung entstand erst mit dem World Wide Web ab 1991.
Fachlich heißt die Verbindung Hyperlink, umgangssprachlich verkürzt zu Link. Der Begriff Hypertext wurde bereits 1965 von Ted Nelson geprägt, lange vor dem Web. Er beschreibt Texte, die über Verweise verbunden sind.
Im Deutschen ist das Wort seit Mitte der 1990er Jahre verbreitet. Es hat sich vollständig eingebürgert und Ableitungen gebildet, etwa verlinken und Verlinkung. Das gilt als Zeichen abgeschlossener Eingliederung.
Warum das Wort männlich ist
Bei englischen Lehnwörtern richtet sich das Geschlecht häufig nach dem nächstliegenden deutschen Wort. Weil der Verweis und die Verbindung als Anknüpfungspunkte dienten, setzte sich die männliche Form durch. Wörterbücher führen der Link als Hauptform.
In der Schweiz ist daneben das Link gebräuchlich, angelehnt an das sächliche Wort Glied oder an die Vorstellung eines Elements. Diese Variante gilt dort als korrekt. In Deutschland und Österreich ist sie unüblich.
Solche Doppelformen sind bei jungen Anglizismen normal. Erst nach Jahrzehnten setzt sich meist eine durch. Bis dahin verzeichnen Wörterbücher beide.
Beugung und Plural
Im Genitiv heißt es des Links, im Dativ dem Link und im Akkusativ den Link. Ein zusätzliches e im Genitiv ist unüblich. Der Plural lautet die Links, im Dativ den Links.
Eine deutsche Pluralform Linke gibt es nicht, sie würde zudem mit einem anderen Wort zusammenfallen. Das Plural-s folgt dem englischen Vorbild. Es ist bei Anglizismen die Regel.
In Zusammensetzungen entscheidet der letzte Bestandteil: der Weblink, die Linksammlung, das Linkziel. Der erste Teil spielt keine Rolle. Diese Regel gilt ausnahmslos.
Wie ein Link technisch aufgebaut ist
Im Quelltext einer Seite steht ein Link als Element mit dem Attribut href, das die Zieladresse enthält. Zusätzlich lassen sich Angaben wie rel oder target setzen, die das Verhalten steuern. Der sichtbare Text zwischen den Marken heißt Ankertext.
Für Suchmaschinen ist dieser Ankertext ein Hinweis auf den Inhalt des Ziels. Deshalb sind aussagekräftige Formulierungen sinnvoll, nicht die Wendung hier klicken. Auch für Menschen mit Screenreader ist das wichtig.
Das Attribut rel mit dem Wert nofollow signalisiert Suchmaschinen, dem Verweis keine Empfehlung zu entnehmen. Für bezahlte Verweise ist die Kennzeichnung sponsored vorgesehen. Beides ist eine Empfehlung, kein technischer Zwang.
Was beim Setzen von Links rechtlich gilt
Das bloße Setzen eines Links auf eine öffentlich zugängliche Seite ist in Deutschland grundsätzlich zulässig. Anders kann es liegen, wenn der Verweis auf offensichtlich rechtswidrige Inhalte führt und man davon Kenntnis hat. Der Europäische Gerichtshof hat dazu mehrere Entscheidungen getroffen.
Für Werbung gilt eine Kennzeichnungspflicht: Verweise, für die eine Gegenleistung fließt, müssen als Werbung erkennbar sein. Diese Pflicht folgt aus dem Wettbewerbsrecht. Sie betrifft auch private Blogs.
Der früher verbreitete Haftungsausschluss im Impressum hat keine rechtliche Wirkung. Er ersetzt keine Prüfung. Wer verlinkt, sollte das Ziel kennen.
Der häufigste Fehler
Am häufigsten fehlt das Plural-s, etwa in zwei Link. Richtig ist zwei Links. Dieselbe Falle gibt es bei Blogs und Feeds.
Ein zweiter Fehler betrifft das Verb: Richtig ist verlinken mit Akkusativ, also eine Seite verlinken. Die Form auf etwas verlinken ist umgangssprachlich und in Fachtexten unüblich. Beide werden verstanden.
Wo man den Artikel nachschlägt
Der Duden und das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache führen beide Formen und nennen die häufigere zuerst. Für regionale Unterschiede ist das Variantenwörterbuch des Deutschen genauer. Alle drei sind zugänglich.
Wer für ein deutsches Publikum schreibt, wählt die männliche Form. Sie ist die klar überwiegende. Innerhalb eines Textes sollte man einheitlich bleiben.
Warum Links kaputtgehen
Wenn eine Zieladresse verschwindet, führt der Verweis ins Leere. Untersuchungen zur Langzeitverfügbarkeit zeigen, dass ein erheblicher Teil aller Verweise nach wenigen Jahren nicht mehr funktioniert. Fachleute sprechen von Linkfäule.
Besonders betroffen sind Verweise auf Nachrichtenseiten, Behördendokumente und wissenschaftliche Quellen. Für Letztere gibt es deshalb dauerhafte Kennungen wie den Digital Object Identifier. Er bleibt auch bei Umzügen gültig.
Wer wichtige Quellen sichern möchte, kann sie in Webarchiven ablegen. Das Internet Archive bietet dafür eine Funktion zum sofortigen Speichern. Der Archivlink lässt sich zusätzlich angeben.
Wie sich Links kennzeichnen lassen
Für Leserinnen und Leser ist wichtig, wohin ein Verweis führt und ob er ein neues Fenster öffnet. Beides sollte im Text erkennbar sein. Verweise auf Dateien sollten Format und Größe nennen.
Für Barrierefreiheit gilt, dass der Ankertext auch außerhalb des Satzes verständlich sein muss. Screenreader lesen Links häufig als Liste vor. Formulierungen wie hier klicken sind dort wertlos.
Häufige Fragen
Heißt es der Link?
Der Link ist die Standardform. Das Link ist in Österreich gebräuchlich und steht als Nebenform im Duden.
Wie lautet der Plural?
die Links
Wie lautet der Genitiv?
des Links
Woran erkennt man das Geschlecht?
An der Wortbildung und der Herkunft — verlässlich ist aber nur der Blick ins Wörterbuch.
Quellen
Geschrieben von Bella, Redaktion grammatikguru.de — sie schreibt hier über Rechtschreibung, Grammatik und Zweifelsfälle.





