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Kurz gesagt: Es heißt der Computer. Es heißt der Computer. Das Computer ist falsch.
Der Computer fährt nicht mehr hoch.
Warum der Computer?
Aus dem Englischen. Gerätebezeichnungen auf -er sind im Deutschen fast immer männlich: der Drucker, der Roller, der Computer.
Die Beugung
- Nominativ: der Computer
- Genitiv: des Computers
- Dativ: dem Computer
- Akkusativ: den Computer
- Plural: die Computer
Der häufige Fehler
Wer unsicher ist, weicht gern auf eine Umschreibung aus. Das fällt im Text auf. Besser ist es, sich das Wort einmal mit Artikel einzuprägen — Vokabeln lernt man im Deutschen als Paar aus Artikel und Wort, nie als Wort allein.
Woher das Wort kommt
Computer geht auf das englische Verb to compute zurück, das rechnen bedeutet und seinerseits vom lateinischen computare stammt. Bis in die 1940er Jahre bezeichnete das Wort im Englischen Menschen, die beruflich Berechnungen ausführten. Erst danach ging es auf Maschinen über.
Im Deutschen wurde zunächst von Rechenanlagen und elektronischen Datenverarbeitungsanlagen gesprochen. Das Kürzel EDV stammt aus dieser Zeit und hält sich in Behörden bis heute. Computer setzte sich ab den 1960er Jahren durch.
Der deutsche Ausdruck Rechner ist weiterhin gebräuchlich, vor allem in Fachtexten und in Zusammensetzungen wie Großrechner oder Taschenrechner. Beide Wörter sind männlich. Ein Unterschied in der Bedeutung besteht kaum.
Warum Wörter auf -er männlich sind
Substantive auf -er, die einen Handelnden oder ein Werkzeug bezeichnen, sind im Deutschen fast durchgängig männlich: der Fahrer, der Drucker, der Schalter, der Wecker. Dieselbe Regel greift bei englischen Lehnwörtern auf -er, etwa der Scanner, der Router, der Server. Computer fügt sich nahtlos ein.
Ausnahmen sind alte Wörter ohne Verbbezug wie das Fenster oder das Messer sowie wenige weibliche wie die Butter. Sie stammen sämtlich aus dem Lateinischen. Wer die Herkunft kennt, erkennt die Ausnahmen.
Für Lernende ist diese Endung damit eine der zuverlässigsten Regeln überhaupt. Sie deckt einen großen Teil der Technikbegriffe ab. Nachschlagen ist dort selten nötig.
Beugung und Plural
Im Genitiv heißt es des Computers, im Dativ dem Computer und im Akkusativ den Computer. Der Plural lautet die Computer, ohne zusätzliche Endung. Im Dativ Plural steht den Computern mit n.
Diese endungslose Mehrzahl ist bei Wörtern auf -er die Regel und gilt auch für Scanner, Drucker und Server. Eine Form Computers als Plural ist falsch. Sie entsteht durch Übertragung aus dem Englischen.
In Zusammensetzungen entscheidet der letzte Bestandteil: der Computerbildschirm, die Computermaus, das Computerspiel. Der erste Teil spielt keine Rolle. Diese Regel gilt ausnahmslos.
Verwandte Begriffe und ihr Geschlecht
Rund um den Computer haben sich zahlreiche Anglizismen etabliert: der Server, der Router, das Notebook, die Hardware, die Software, das Tablet. Ihr Geschlecht folgt entweder der Endung oder dem nächstliegenden deutschen Wort. Ein einheitliches Muster gibt es nicht.
Bei Software und Hardware entschied das weibliche Wort Ware, bei Tablet und Notebook die Nähe zu Gerät und Buch. Solche Herleitungen sind nachträglich rekonstruiert. Der Sprachgebrauch entscheidet.
Verwechslungen entstehen vor allem bei Laptop, das sowohl männlich als auch sächlich geführt wird. Beide Formen sind zulässig. Die männliche überwiegt deutlich.
Der häufigste Fehler
Am häufigsten wird der Plural mit s gebildet, also Computers. Richtig ist die Computer ohne Endung. Dieser Fehler entsteht durch Übertragung aus dem Englischen.
Ein zweiter Fehler ist das fehlende n im Dativ Plural, etwa in mit den Computer. Richtig ist mit den Computern. Diese Endung ist bei allen Substantiven mit endungslosem Plural verpflichtend.
Wie sich der Wortschatz verändert hat
Viele Begriffe aus der Anfangszeit sind verschwunden, etwa Diskette oder Modem. Andere haben ihre Bedeutung verschoben: Ein Speicher meinte früher den Arbeitsspeicher, heute oft den Onlinespeicher. Solche Verschiebungen sind bei Technikwörtern normal.
Korpusauswertungen zeigen, dass Computer in deutschen Texten ab Mitte der 1980er Jahre stark zunimmt und seit etwa 2010 wieder abnimmt. Verdrängt wird das Wort von konkreteren Begriffen wie Notebook, Tablet und Smartphone. Der Oberbegriff wird seltener gebraucht.
Solche Verläufe lassen sich im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache nachvollziehen. Es zeigt für jedes Stichwort eine Zeitreihe. Die Daten stammen aus Zeitungs- und Buchkorpora.
Wo man den Artikel nachschlägt
Der Duden und das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache nennen Geschlecht und Beugung zu Beginn jedes Eintrags. Für Computer ist der Eintrag eindeutig männlich, eine Nebenform gibt es nicht. Der Zugriff ist kostenlos.
Wer die Endungsregeln systematisch lernen möchte, findet sie in jeder Schulgrammatik. Sie stehen dort meist auf einer Seite. Das lohnt sich mehr als das Lernen einzelner Wörter.
Rechner als deutsches Wort
Der Ausdruck Rechner ist im Deutschen älter als Computer und bezeichnete zunächst ebenfalls Personen. In der Informatik ist er bis heute die übliche Fachbezeichnung, etwa in Rechnernetz oder Rechnerarchitektur. Auch er ist männlich.
In der Schweiz und in Österreich wird ebenfalls beides verwendet, ohne Unterschied im Geschlecht. Regionale Abweichungen gibt es hier nicht. Das unterscheidet das Wort von jüngeren Anglizismen.
Für Texte in einfacher Sprache ist Rechner die bessere Wahl, weil er ohne Fremdwortkenntnis verständlich ist. Behörden nutzen ihn deshalb häufig. Die Bedeutung ist dieselbe.
Wie das Wort ausgesprochen wird
Im Deutschen hat sich die Aussprache mit langem u und Betonung auf der zweiten Silbe durchgesetzt. Sie folgt dem englischen Vorbild, weicht aber im Auslaut ab. Wörterbücher geben beide Varianten an.
Bei zusammengesetzten Formen liegt die Hauptbetonung auf dem ersten Teil, etwa im Computerspiel. Das entspricht der allgemeinen deutschen Regel. Sie gilt auch für Fremdwörter.
Häufige Fragen
Heißt es der Computer?
Es heißt der Computer. Das Computer ist falsch.
Wie lautet der Plural?
die Computer
Wie lautet der Genitiv?
des Computers
Woran erkennt man das Geschlecht?
An der Wortbildung und der Herkunft — verlässlich ist aber nur der Blick ins Wörterbuch.
Quellen
Geschrieben von Bella, Redaktion grammatikguru.de — sie schreibt hier über Rechtschreibung, Grammatik und Zweifelsfälle.





